09.
2010

Gewinnspielmafia: Haspa zahlt Inge M. rund 14.000 EUR zurück

Hits
Der Fall machte betroffen: Inge M. aus Hamburg - Sat.1 Akte 20.10 berichtete - war seit über 1 1/2 Jahren einer Flut von Lastschriften diverser Gewinnspielbetrüger ausgesetzt und wußte sich nicht mehr zu helfen. Sie kann jetzt aufatmen - das Geld ist zum allergrößten Teil wieder auf ihrem Konto.

Sie riefen an und gaben sich verständnisvoll. Ob sie denn nicht das angeblich laufende Gewinnspiel endlich kündigen wolle, wurde Inge M. gefragt. Das wollte sie, endlich Schluss mit den Gewinnspielanrufen, mit denen sie ständig gepiesackt wurde. Doch das vermeintliche Verständnis der Callcenteragenten war - fiese Heuchelei und bei der vermeintlichen Kündigung handelte es sich nur um die so genannte Kündigungsmasche - einen von mehreren Tricks, arglose Bürger dazu zu bringen, ihre Kontodaten preiszugeben. Mit den Kontodaten im Besitz der Anrufer begann stets ein neuer Raubzug auf das Konto der Inge M. Die Plünderung durch mehrere dutzend Firmen dauerte fast zwei Jahre. Am Ende Resignation, Scham und ein katastrophales Ergebnis: Sage und schreibe über 14.000 Euro hatten die kriminellen Betrügerbanden der über 80 jährigen Dame abgejagt.

Von ihrer Bank, der Hamburger Sparkasse (Haspa) konnte die langjährige Kundin leider keinerlei Hilfe erwarten. So wandte sie sich an die Redaktion Akte 20.10. Auf deren Rat folgte Inge M. und ein Zeuge genau den Ratschlägen, die die Kanzlei Richter Berlin zur Frage der nachträglichen Beweissicherung in Fällen von Gewinnspielbetrug veröffentlichte. Sie wurde dabei vom Akte-TV-Team begleitet. So konnte letztlich der Nachweis erbracht werden, dass der betagten Dame in ihrer Bankfiliale schon mehrfach das Märchen von der 6-Wochen-Frist erzählt, sie also zur Frage der Rückbuchbarkeit von Lastschriften ohne wirksame Lastschriftermächtigungserklärung grob falsch beraten worden war.

Nach Einschaltung der Kanzlei Richter Berlin kündigte die HaSpa zunächst an, die Frage des Bestehens wirksamer Lastschriften erneut zu prüfen und hierzu Kontakt mit den Banken aufzunehmen, bei denen die Lastschrifteinreicher ihre Räuberkonten führen. Aber oh Wunder: Der Kaiser war ja nackt! Wohl kein einziger der Gewinnspielmafioso wagte es, den von der Haspa angeforderten Rücklastschriften zu widersprechen.

Auf glasklare Ankündigung der Kanzlei Richter Berlin gegenüber der HaSpa, im Falle einer Nichteinhaltung der gesetzten Nachfrist Frau Inge M. dringend zur sofortigen Klageerhebung zu raten, buchte die HaSpa (zusätzlich zu zuvor schon zurückgezahlten rund 1.500 EUR) recht fix fast den gesamten Restbetrag von 12.500 zurück. Obendrein verzichtete sie auch schnell noch auf den zuvor ausdrücklich aufgestellten Vorbehalt späterer Rückbuchung des Geldes für den Fall, dass doch noch jemand eine Lastschrifterklärung "vorlegt".
KommentarDas ging aber auf einmal fix. Erst die Rentnerin hochnäsig wieder nach Hause schicken, aber bei Einschaltung eines Anwaltes das Geld plötzlich sozusagen am liebsten noch im golddurchwirkten Säckchen zu ihrer ausgeraubten Kundin nach Hause bringen wollen. Selten hab ich jemanden gesehen, der so besorgt war vor einem etwaigen Musterprozeß. Da könnte ja sonst (fast) jeder kommen ... In der Tat, es gibt offenbar tausende Opfer mit hohen Schadenssummen!

Aber auch den - letztlich doch einsichtigen - Bankern aus Hamburg war wohl inzwischen gedämmert, dass die Wahrscheinlichkeit, zu den insgesamt sicher hunderttausenden von Gewinnspiellastschriften von den Lastschrifteinreichern jemals eine Lastschrifterklärung "vorgelegt" zu bekommen, extrem gering ist. Dazu müssten diese nämlich das aufgeben müssen, was dieses lichtscheue Gesindel am meisten schätzt: Den Schleier um die genaue Identität der vermeintlichen Anspruchsinhaber und Auftraggeber der Anrufe. Dies aber ist die Achillessehne der Gauner und der Trumpf in der Hand aller Geschädigten und der sollten unbedingt fachgerecht genutzt werden. Wer hier einen Fehler macht, verspielt seine vielleicht einzige Chance, sein Geld wiederzubekommen. Deshalb mein dringender Rat: Im Zweifel erst beraten lassen, dann irgendwelche weiteren Schritte.

Dieser Weg scheint mir der einzig richtige. Auch wenn - dies soll nicht verschwiegen werden - mich zwischenzeitlich auch Bankangestellte angeschrieben und um interne juristische Argumentationshilfe gegenüber ihren Vorgesetzten zugunsten ihrer Kunden gebeten hatten. Was diese ehrlich besorgten Bankangestellten offenbar nicht wissen, worauf aber interne Berichte deutlich hinweisen: Die Damen und Herren Vorgesetzten in den Vorstandsetagen ihrer Arbeitgeber wissen in der Regel recht genau Bescheid wissen über die Rechtslage. Diese ist nur eben dummerweise auch ein erhebliches Bilanzrisiko. Also versucht man dort wohl, die Angelegenheit möglichst geräuschlos zu behandeln. Bankenkrise, Imageschaden - war da was? Dieser Bankangestellten einen Rat zu geben, stellt mich vor erhebliche Probleme, müsste ich doch ihrer Kundin letztlich raten, ebendiese nette Bankmitarbeiterin letztlich mit der von mir empfohlenen nachträglichen Beweissicherungsmethode "aufs Kreuz zu legen", um die Chance auf die Rückforderung der Gelder zu wahren. Jedenfalls scheint mir klar: Eine wirklich unabhängige Beratung kann es bei einer Banken einfach nicht geben, weil diese zwangsläufig und strukturell eben einfach auch andere Interessen verfolgen, als ihre Kunden. Guten Willen der ehrlichen und um Service und freundliche Hilfe bemühten Bankangestellten hin oder her.  Hier heißt es leider letztlich für die Geschädigten: Ich oder die.

Die Wut der vielen, scheinbar so wenig wehrhaften Lastschriftopfer und vieler, die diese Berichte hören und lesen, wächst offenbar und sie findet Ausdruck in zahlreichen Zuschauermeldungen bei Akte 20.10 wie auch anderen TV-Magazinen. An dieser Stelle meinen ausdrücklichen Respekt an Ulrich Meier, Marc Rosenthal und das Akte-Team. Sie blieben nach der ersten Sendung zum Thema überaus hartnäckig an der Sache dran sind und helfen so mit, das Märchen von der 6-Wochen-Frist vor einer breiteren Öffentlichkeit zu entlarven. In dieser Konsequenz habe ich das bei keinem anderen Magazin erlebt, obwohl die Brisanz des Themas und die Dimension der Schäden eigentlich auf der Hand liegen.

Vor allem aber ist hier die Rolle des hilfreichen Nachbarn Bernd Sch. hervorzuheben. Dieser hatte sich zusammen mit Inge M.s Tochter aufopferungsvoll um Inge M. und ihr Problem gekümmert, die umfangreichen Daten aufbereitet und ihr letztlich den Weg zu fachkundiger Hilfe gewiesen. Ich hoffe, möglichst viele Opfern haben das Glück, solche tollen Helfer an ihrer Seite zu wissen. Hoffentlich fragen möglichst viele Kinder, Freunde, Nachbarn, Bekannte mal ganz vorsichtig bei ihren betagten Eltern oder Nachbarn usw. an, ob es vielleicht irgendwelche Probleme mit Gewinnspielanrufern oder gar unberechtigten Lastschriften gibt und ob gegebenenfalls Hilfe benötigt wird. Bevor es vielleicht wirklich irgendwann zu spät ist, eingetretene Schäden zu beseitigen.

Mein ganz persönlicher Dank aber auch an mareike26 von Antispam. Sie erst hatte mich in ihrer liebenswürdig-nervenden Art dazu gebracht, mich mal näher mit der komplizierten Materie rund um das Urteil des Bundesgerichtshofs vom 6. Juni 2000 (XI ZR 258/99) zu beschäftigen und das Ganze dann auch gezielt publik zu machen, als klar war, dass da ein regelrechter Skandal mit einer Vielzahl weitgehend hilfloser Betroffener lauert. Aus Gesprächen mit Kollegen weiß ich übrigens, dass auch viele Anwaltskollegen den Bankentrick mit der Argumentation rund um die 6-Wochen-Frist nicht durchschaut haben. Die wenigsten Anwälte - so auch ich - beschäftigen sich normalerweise tagtäglich mit den Tiefen des Lastschriftrechts. Die Betrugsopfer, für die die besorgte Nachfrage ihrer Nächsten nach ungewöhnlichen Kontobewegungen noch nicht zu spät kommen wird, sollten es also auch Mareike von Antispam danken. Sie ist eine von vielen, vielen ehrenamtlichen Helfern, die tagtäglich im Forum des Antispam e. V. versuchen, sich dreisten Spammern, fiesen Abzockern und teils auch echten Betrügern entgegenzustellen. Falls jemand die Arbeit dieses gemeinnützigen Verbraucherschutzvereins unterstützen möchte - diese klasse Truppe hat's nun wirklich verdient!

Stattdessen hätte ich mir von ganz anderen deutlich mehr erwartet. Von denen nämlich, die eigentlich für sowas zuständig sein sollten. Wo eigentlich sind sie denn, die Verbraucherzentralen? Muss ich da bei einigen Landesverbänden ein peinlich berührtes Schweigen vernehmen? Jahrelang haben einige mancherorts offensichtlich selbst die Opfer fehlberaten. Ein einziges Trauerspiel. Aber dazu mehr demnächst an dieser Stelle. 
Share on Myspaceflodjis-web.deVZ Netzwerke

Diesen Artikel auf Ihrer Seite zitieren

Um einen Zitat-Link dieses Artikels zu erzeugen,
bitte nachfolgenden Text in Ihre Seite kopieren.




Preview :


Powered by QuoteThis © 2008

Verwandte Artikel:

Kommentar hinzufügen

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse:
Kommentar:
  Sicherheitscode zur Prüfung. Nur Kleinschreibung. Keine Leerzeichen.
Sicherheitscode-Prüfung:
  • 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
prev
next

RTL: Gerhard Bruckberger soll verhaftet worden sein

Mr. "Friedrich Müller" hat erstmal ausgezockt! Wie RTL Explosiv soeben - ausdrücklich noch als Gerücht - berichtet, soll einer der zentralen Hintermänner des internationalen Gewinnspielgeflechts, der österreichische Staatsbürger Gerhard Bruckberger, in Wien verhaftet worden sein. Mehr ...

Samstag, 2. März 2013

LG Krefeld: Krefelder Datenhändler William Filsinger erstinstanzlich zu 4 Jahren und 10 Monaten Haft verurteilt

Wie die Online-Ausgabe der Westdeutschen Zeitung gestern berichtete, ist die ersten Instanz des Prozesses vor dem Landgericht Krefeld wegen zweifelhafter Inkassotätigkeiten und Datenhandels im Umfeld der Gewinnspielcallcenterszene mit der Verhängung einer erheblichen Haftstrafe gegen den Krefelder Datenhändler William Filsinger zuende ... Mehr ...

Donnerstag, 7. Februar 2013

StA Hagen: Vorläufige Sicherungsmaßnahmen wegen des Verdachts des Betruges gegen Oktay Aydin, Massimo Cinieri, Ahmet Al, Ralf Friedrich Schneider

Die Staatsanwaltschaft Hagen hat gegen gegen Oktay Aydin (Duisburg), Massimo Cinieri (Hagen), Ahmet Al (Essen) und Ralf Friedrich Schneider (Herdecke) im Hinblick auf ein geführtes Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen, gewerbsmäßigen Betruges vorläufige Sicherungsmaßnahmen ergriffen, um Vermögensverschiebungen zu ... Mehr ...

Mittwoch, 12. Dezember 2012

StA Duisburg und Polizei Wesel: Durchsuchungen und Festnahmen in Issum und Hamminkeln wegen des Verdachts der Veruntreuung im Zusammenhang mit Lotterievertrieb durch Callcenter

Die Staatsanwaltschaft Duisburg und die Polizei Wesel berichten nach zahlreichen Strafanzeigen Geschädigter gegen die Verantwortlichen eines Firmenkomplexes mit Sitz in Wesel von Durchsuchungsmaßnahmen und Festnahmen von Verdächtigen. Hintergrund sind unberechtigte Lastschrifteinzüge für die Teilnahme an einem Lottospiel nach ... Mehr ...

Dienstag, 20. November 2012

LG Krefeld: Nächste Callcenter-Betrügerbande zu Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt

Vor dem Landgericht Krefeld wurden heute Marcel D. und Andre H. im Zusammenhang mit der betrügerischen Bewerbung von Gewinnspieleintragungsdiensten zu Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt, nachdem der mutmaßliche Kopf der Bande, Fadil K., während seiner Untersuchungshaft Suizid begangen hatte. Mehr ...

Mittwoch, 29. August 2012

StA Krefeld: Vorläufige Sicherungsmaßnahmen wegen des Verdachts des Betruges gegen Faris Kiskoski (F-Two Marketing) u. a. im Zusamenhang mit Gewinnprofi und Maxikombi24 (DTD Dienstleistungs GmbH, Spe

Die Staatsanwaltschaft Krefeld hat gegen gegen die Verantwortlichen hinter der Geschäftsbezeichnung F-Two Marketing vorläufige Sicherungsmaßnahmen ergriffen. So wurden unter anderem Forderungen des Faris Kiskoski bezüglich Konten bei der Commerzbank AG und der Sparkasse Krefeld in verhältnismäßig geringer Höhe gepfändet, um Vermögensverschiebungen zu ... Mehr ...

Montag, 27. August 2012

StA und Kripo Krefeld: Erneuter Schlag gegen kriminelle Gewinnspiel-Callcenter

Ganz offensichtlich haben sich die Strafverfolger nun eingeschossen: Erneut fanden Durchsuchungen statt, wobei drei mutmaßlich kriminell agierende Personen, darunter ein 28jähriger Callcenterbetreiber von den Krefelder Strafverfolgern ("EK Call") unter dem verdacht des gewerbsmäßigen Betruges festgenommen wurden, wie die Behörden in einer Pressekonferenz mitteilten.... Mehr ...

Donnerstag, 10. Mai 2012

Gewinnspielmafia: Verhaftungen in Wien - Heute 18.30 Uhr Bericht in ORF konkret

Die Wiener Justizbehörden haben drei mutmaßliche Köpfe des von Österreich agierenden Teils des so genannten Wiener Karussels verhaftet und dürften damit jedenfalls dem dortigen Ableger der Gewinnspielmafia den Enthauptungsschlag versetzt haben. Mehr ...

Dienstag, 24. April 2012

StA Frankfurt: Vorläufige Sicherungsmaßnahmen wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges gegen Katharina Davoutaki alias Ekaterini Davoutaki alias Aikaterini Davoutaki

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main hat gegen eine Katharina Davoutaki, alias Ekaterini Davoutaki, alias Aikaterini Davoutaki vorläufige Sicherungsmaßnahmen ergriffen. So wurde durch das Amtsgericht Frankfurt am Main mit Beschluss vom 16.09.2011 ein dinglicher Arrest in Höhe von EUR 80.166,05 zur Verhinderung von Vermögensverschiebungen ... Mehr ...

Samstag, 14. April 2012

StA Frankenthal: Vorläufige Sicherungsmaßnahmen gegen Condor Gesellschaft für Forderungsmanagement mbH und Focus Gesellschaft für Forderungsmanagement mbH

Die Staatsanwaltschaft Frankenthal hat bereits Ende Anfang November 2011 im Zuge eines Ermittlungsverfahrens vorläufige Sicherungsmaßnahmen gegen Verantwortliche der Inkassofirmen Condor Gesellschaft für Forderungsmanagement mbH und Focus Gesellschaft für Forderungsmanagement mbH getroffen. Mehr ...

Montag, 13. Februar 2012

StA Frankfurt: Donnerschlag im Schweinestall

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt hat in einer bisher wohl beispiellosen internationalen Großaktion einen womöglich entscheidenden Schlag gegen das organisierte Verbrechen im Zusammenhang mit betrügerischen Gewinnspieldiensten geführt. Im Rahmen der Razzien, an denen 1000 Polizeibeamte und 10 Staatsanwälte beteiligt waren und in denen 55 Durchsuchungsbeschlüsse vollstreckt sowie 8 Personen verhaftet wurden, sind offenbar zentrale Köpfe der so genannten Gewinnspielmafia vorläufig aus dem Verkehr gezogen ... Mehr ...

Mittwoch, 8. Februar 2012

StA Krefeld: Vorläufige Sicherungsmaßnahmen gegen Verantwortliche der Firmen Medialog Marketing Company (MMC), FS Zahlungsverwaltungsmanagement UG und KT Vermögensmanagement UG in Krefeld wegen des Ve

Die Staatsanwaltschaft Krefeld hat Ende 2011 gegen Verantwortliche der Firmen Medialog Marketing Company (MMC), FS Zahlungsverwaltungsmanagement UG und KT Vermögensmanagement UG in Krefeld wegen des Verdachts des Betruges zum Nachteil von vermeintlichen Kunden von Gewinnspieleintragungsdiensten vorläufige Sicherungsmaßnahmen ... Mehr ...

Mittwoch, 1. Februar 2012

... anbei schicke ich ihnen alles, was ich über dieses arbeitsscheue Gesindel habe

Ein Neumandat zur Forderungsabwehr. Irgendwie konnte ich mir ein Lächeln beim besten Willen nicht verkneifen. Mehr ...

Donnerstag, 10. November 2011

Autogewinnmasche: ORF konkret und Sat1 Akte heute abend mit spektakulären Beiträgen zur türkischen Callcenterszene

Sowohl die ORF-Sendung konkret (18.30 Uhr), als auch die Sat1-Sendung Akte 2011 werden heute abend interessante Beiträge über Callcenter in der Türkei bringen, die massenhaft Bürger aus dem deutschsprachigen Raum per Telefon ausplündern. Mehr ...

Dienstag, 25. Oktober 2011

LG Bielefeld: Angeklagter Markus W. will weiter singen

Im Bielefelder Prozess wegen bandenmäßigen Betruges um betrügerische Telefonanrufe für Gewinnspieleiungtragungsdienste bleibt es weiter spanndend. Mehr ...

Samstag, 22. Oktober 2011

Rätsel dieser Welt - Heute: Wie eine Bank so tickt

Neulich vor einem rheinischen Amtsgericht. Mehr ...

Samstag, 22. Oktober 2011

Gewinnspielmafia: DTM-Bande verurteilt

Das Landgericht Berlin hat am Freitag drei Mitglieder der so genannten DTM-Bande wegen versuchten Betruges durch Massenlastschriften für angebliche Gewinnspieleintragungsdienste verurteilt. Mehr ...

Sonntag, 7. August 2011

Gewinnspielmafia: Strafverfahren gegen DTM-Bande heute eröffnet

Vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Berlin wurde heute der mit Spannung erwartete Prozess gegen drei mutmaßliche Mitglieder der so genannten DTM-Bande eröffnet. Angeklagt sind 294.761 Fälle gewerbs- und bandenmäßigen Betruges im Zusammenhang mit cold calls und anschließenden Massenlastschriften für dubiose Gewinnspieleintragungsdienste. Weit mehr als tausend Personen, darunter Mandanten der Kanzlei Richter Berlin, hatten Anzeige bei Strafverfolgungsbehörden ... Mehr ...

Freitag, 29. Juli 2011

Bundesregierung: Kampf gegen Telefonwerbung durch Bestätigungslösung auf die lange Bank geschoben

Nachdem der Bundesrat am 27.11.2011 die modifizierte Bestätigungslösung der Länder Berlin, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen als Gesetzgebungsinitiative des Bundesrates beschlossen hatte, weht den Ländern nun aus Berlin ein kräftiger Wind entgegen. Die Callcenter haben offenbar eine Lobby bis in höchste Regierungskreise.... Mehr ...

Sonntag, 10. Juli 2011

StA Darmstadt und PP Südosthessen: Bundesweite Großrazzia gegen Inkassobetrüger

Erneut schlagen die Ermittler zu. Wie die Staatsanwaltschaft Darmstadt - Zweigestelle Offenbach - und die Offenbacher Kriminalpolizei soeben mitteilt, wurden heute in zehn Bundesländern Durchsuchungsmaßnahmen gegen über 10 verdächtigte Personen im Zusammenhang mit zweifelhaftem Forderungsinkasso ... Mehr ...

Mittwoch, 4. Mai 2011

Gewinnspielmafia: Deutsche Postbank AG zahlt Erben nach Winfried W. über 21.000 EUR zurück

Das Konto des verstorbenen Postbankkunden Winfried B. war durch dubiose Lastschriften - zum Großteil wohl von Gewinnspieldienstanbietern - innerhalb eines Zeitraumes von etwa 2 Jahren um sage und schreibe über 38.000 Euro geplündert worden. Auf eine außergerichtliche Aufforderung der Kanzlei Richter Berlin zur Rückbelastung hatte die Deutsche Postbank AG innerhalb der gesetzten Frist in keiner Weise reagiert. Hierauf hatte die Kanzlei Richter Berlin den Erben zur Klageerhebung geraten und Klage ... Mehr ...

Dienstag, 5. April 2011

Gewinnspielmafia: Herausgeber von in cold calls beworbenen Tankgutscheinen haftet mit

Das Landgericht Berlin hat entschieden, dass sich ein Gutscheinherausgeber bei Missbrauch seines Gutscheins durch unerbetene Telefonwerbung unter Bewerbung eines dubiosen Gewinnspieldienstes unter Bewerbung auch der Zugabe des Tankgutscheins nicht einfach darauf berufen kann, er wisse nicht, wer für den Missbrauch verantwortlich ... Mehr ...

Donnerstag, 24. März 2011

Gewinnspielmafia: Leserbrief eines kosovarischen Callcenteragenten

Einblicke in die Welt derjenigen Callcenteragenten, die andere Leute über den Tisch ziehen, sind selten. Dies dürfte nicht nur daran liegen, dass diese etwa die deutsche Justiz fürchten, sondern auch vielmehr daran, dass unter den Betreibern - sagen wir - ungewöhnliche Methoden der Streitschlichtung üblich sein dürften. Jedenfalls kursiert derzeit in Internetforen aus und um das Kosovo ein Leserbrief einer Person, die angibt, Agent in einem Callcenter in der Nähe von Prishtina zu sein und detailliert über die Methoden berichtet, mit denen für Gewinnspieldienste nach Deutschland hinein telefoniert wird.... Mehr ...

Dienstag, 22. März 2011

Gewinnspielmafia: Volksbank Remscheid-Solingen zahlt Brigitte D. als Erbin knapp 4.000 EUR zurück

Die Volksbank Remdscheid-Solingen zahlte im Herbst 2010 nach Einschaltung der Kanzlei Richter Berlin der Erbin eines langjährigen Kunden sämtliche seit Jahren von diversen Gewinnspielfirmen per Lastschrift abgebuchten Beträge zurück.   Mehr ...

Dienstag, 8. Februar 2011

Proinkasso GmbH: Mandatsaufgaben

Im Rahmen der Abwehr von Forderungen aus dubiosen Gewinnspieleintragungsdiensten taucht immer wieder die Proinkasso GmbH als gegnerisches Inkassounternehmen auf. Diese teilt soeben mit, dass sie Forderungen der CSS Kontor GmbH (Hamburg) und der FS Zahlungsverwaltungsmanagement UG (Krefeld) nicht mehr ... Mehr ...

Mittwoch, 2. Februar 2011

Gewinnspielmafia: ORF konkret und WDR heute mit weiteren Sendungen zur Belästigung durch Callcenter

Der ORF und der WDR bringen heute weitere Sendungen zu unerwünschten Telefonwerbung, insbesondere durch Gewinnspielcallcenter und deren Hintermänner. Mehr ...

Montag, 13. Dezember 2010

Gewinnspielmafia: Mutmaßlicher Millionenbetrüger Thorsten S. in Zürich verhaftet

Manche Ermittlungsbehörden finden alles prima in Deutschland und stellen Ermittlungen ein - die Staatsanwaltschaft Bielefeld schlägt zu. Wie die Zeitungen Haller Kreisblatt und Neue Westfälische übereinstimmend unter Berufung auf Oberstaatsanwalt Pollmann aus dem Bereich Wirtschaftskriminalität der Staatsanwaltschaft Bielefeld berichten, wurde der international gesuchte mutmaßliche Millionenbetrüger Thorsten S. von Schweizer Polizeibeamten in einem Züricher Restaurant ... Mehr ...

Sonntag, 28. November 2010

Gewinnspielmafia: LG Berlin verhängt Ordnungsgeld gegen GTS GmbH & Co KG wegen anhaltender Telefonbelästigung

Das Landgericht Berlin hat auf Antrag der Kanzlei Richter Berlin gegen die GTS GmbH & Co KG aus Neuss ein Ordnungsgeld von EUR 1.500,00 wegen fortwährender unerbetener Telefonwerbung für ihren Gewinnspieldienst verhängt. Mehr ...

Freitag, 29. Oktober 2010

Gewinngarantie 4 U: Global Mind International Ltd. unterwirft sich strafbewehrt

Die hinter "Gewinngarantie 4 U" stehende Global Mind International Ltd. und ihr Geschäftsführer Ahmet Al, die für eine Vielzahl unerbetener Werbeanrufe verantwortlich waren, hatten sich nach umfangreichen Recherchen der Kanzlei Richter Berlin auf entsprechende Aufforderung hin verpflichtet, es zukünftig bei Meidung einer Vertragsstrafe zu unterlassen, hier unerbeten und identitätsverschleiert werbend anzurufen. Der Terror ging trotzdem weiter. Ein Protokoll aus nervenaufreibender Zeit, das die Verknüpfungen von verschiedenen Gewinnspielen und Verantwortlichkeiten von mindestens fahrlässig handelnden Profiteuren ... Mehr ...

Dienstag, 5. Oktober 2010

Gewinnspielmafia: Prozesseröffnung gegen Flachsmarkt-Bande vor dem Landgericht Essen

Vor dem Landgericht Essen begann heute der Prozess gegen drei Callcenterbetreiber, die als "Flachsmarkt-Bande" traurige Berühmtheit erlangte. Mehr ...

Dienstag, 5. Oktober 2010

Gewinnspielmafia: Mahnungen der angeblichen Rechtsanwälte Martinez, Julich & Kollegen für einen Gewinnspielservice WinPro

Die Gewinnspielmafia scheint derzeit etwas nervös und angeschlagen, so dass man den Eindruck bekommen könnte, es wird derzeit in einer dramatischen Weise abkassiert, als wenn es kein Morgen gäbe. Auch womöglich durch mutmaßlich frei erfundene Anwälte für mutmaßlich frei erfundene Mandanten. Mehr ...

Sonntag, 3. Oktober 2010

Elite Service GmbH und DTD Dienstleistungsgesellschaft mbH: Zensurversuch

Das "Who is who" des Gewinnspielgeflechts, also die Zusammenstellung von mehr oder weniger in dubioses Treiben rund um Gewinnspieleintragungsdienste ("Gewinnspielmafia") involvierten Personen erhält viel Zuspruch. Allerdings stört sie auch einige Leute. Was zu hoffen war. Mehr ...

Dienstag, 14. September 2010

Gewinnspielmafia: Internationaler Haftbefehl gegen mutmaßlichen Millionenbetrüger Thorsten Seyfarth

Laut einem Bericht der Online-Ausgabe der Bild-Zeitung, die sich wiederum auf die Staatsanwaltschaft Bielefeld beruft, gab es im Zuge von Ermittlungen wegen mutmaßlich betrügerischer Gewinnspielanrufe erneut umfangreiche Aktionen der Strafverfolgungsbehörden in Deutschland und auf Mallorca. Mehr ...

Mittwoch, 1. September 2010

StA Essen: Rückgewinnungshilfeverfahren gegen Hintermänner diverser Gewinnspiele

Die Staatsanwaltschaft Essen sucht im Rahmen eines Rückgewinnungshilfeverfahrens wegen des Verdachts des gewerbs- und bandenmäßigen Betruges gegen die Verantwortlichen der Firmen Future Call und Global Mind International Ltd. Opfer, die auf unberechtigte Forderungen bezahlt haben. Mehr ...

Donnerstag, 12. August 2010

StA Berlin: Rückgewinnungshilfeverfahren gegen Hintermänner diverser Gewinnspiele

Die Staatsanwaltschaft Berlin sucht im Rahmen eines Rückgewinnungshilfeverfahrens wegen Verdacht des gemeinschaftlichen gewerbs- und bandenmäßigen Betruges gegen die Verantwortlichen der Firma DTM Service GmbH (Berlin) Opfer, die auf unberechtigte Forderungen bezahlt haben. Mehr ...

Mittwoch, 11. August 2010

Gewinnspielmafia: Deutsche Apotheker- und Ärztebank zahlt Editha L. über 7000 Euro zurück

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank zahlt nach Einschaltung der Kanzlei Richter Berlin ihrer langjährigen Kundin sämtliche seit Jahren von diversen Gewinnspielfirmen per Lastschrift abgebuchten Beträge zurück. Mehr ...

Dienstag, 27. Juli 2010

StA Bielefeld: Rückgewinnungshilfeverfahren gegen Betreiber diverser Gewinnspieldienste

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld sucht im Rahmen eines Rückgewinnungshilfeverfahrens wegen Verdacht des gewerbsmäßigen Betruges gegen die Verantwortlichen der Firmen TFH AG (Cham, Schweiz) und S & S Service & Solution GmbH & Co. KG (Paderborn) Opfer, die auf unberechtigte Forderungen bezahlt ... Mehr ...

Dienstag, 6. Juli 2010

Gewinnspielmafia: Konsumentenschutzminister Rudolf Hundstorfer (Österreich) unter Handlungsdruck

Die österreichische FPÖ nimmt sich offenbar ernsthaft des Themas Gewinnspielmafia an. Die regierende große Koalition aus SPÖ und ÖVP muss sich derweil unangenehmen Fragen stellen. Mehr ...

Dienstag, 29. Juni 2010

Gewinnspielmafia: Erneute Razzien in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bayern

Wieder haben die Strafverfolgungsbehörden zugeschlagen: Im Zusammenhang mit betrügerischen Gewinnspielanrufen wurden bundesweit Razzien durch insgesamt 180 Beamte durchgeführt. Dabei wurden 12 Wohnungen und Häuser, 13 Firmen, insbesondere Callcenter und eine Rechtsanwaltskanzlei durchsucht. Mehr ...

Donnerstag, 24. Juni 2010

Gewinnspielmafia: Produkte, Player, Profiteure

Wer ist wer im Netzwerk der in den Medien so genannten Gewinnspielmafia? Wer steht in der ersten Reihe, wer wirbt, wer kassiert und inkassiert? Kurz: Wer profitiert direkt oder indirekt vom schmutzigen Geschäft mit der Hilfslosigkeit? Lesen, vergleichen, nachdenken. Die Kanzlei Richter Berlin sorgt für besseren ... Mehr ...

Freitag, 11. Juni 2010

Gewinnspielmafia: Skandal erreicht in Österreich die politische Ebene

Die massenhafte Ausplünderung von Konten vor allem älterer Bürger wird in Österreich endlich politisch thematisiert. Allerdings leider bislang nur von der rechtspopulistischen FPÖ. Mehr ...

Freitag, 11. Juni 2010

Gewinnspielmafia: Haspa zahlt Hans und Gudrun Sch. über 1.000 Euro zurück

Die Hamburger Sparkasse knickt in einem weiteren Fall dubioser Massenlastschriften ein und bucht sämtliche geforderten Beträge zurück. Mehr ...

Montag, 10. Mai 2010

Gewinnspielmafia: Munich Line GmbH aus München (Euro Glück Plus) per einstweiliger Verfügung gestoppt

Die Münchener Munich Line GmbH, einer der vielen Player in der dubiosen Gewinnspielszene, kassierte kürzlich vor dem Landgericht München eine einstweilige Verfügung. Anlass war einer der vielen Gewinnspielanrufe, die bei der Kanzlei Richter Berlin Ende 2009 auf einer ganz bestimmten, unveröffentlichten Rufnummer ... Mehr ...

Freitag, 7. Mai 2010

Gewinnspielmafia: Targobank zahlt Christiane N. über 700 Euro zurück

Eine weitere betagte Mandantin kann aufatmen. Auch sie war in einer Flut von Anrufen der Gewinnspielmafia erstickt und wußte nicht mehr, wie sie die älteren Lastschriften zurückbekommen konnte. Mehr ...

Freitag, 7. Mai 2010

Afendis AG: Top-Helfershelfer der Gewinnspielmafia sicherten sich schon 2006 Domain lastschriftbetrug.de

Da schau her. Mehr ...

Dienstag, 27. April 2010

Gewinnspielmafia: Kreissparkasse Tübingen zahlt Willi S. über 6.000 Euro zurück

Auch die Kreissparkasse Tübingen zahlt nunmehr Geld aus dubiosen Massenlastschriften seit Anfang 2007 an ihren von der Kanzlei Richter Berlin vertretenen Kunden zurück. Mehr ...

Dienstag, 27. April 2010

Gewinnspielmafia: Postbank zahlt Hans V. über 12.000 Euro zurück

Ein weiterer Mandant der Kanzlei Richter Berlin hat seine bis ins Jahr 2008 zurückreichenden Lastschriften fast vollständig zurückbekommen. Mehr ...

Montag, 19. April 2010

Gewinnspielmafia: Bundesweit Razzien gegen Ruhrpottbanden

Endlich.  Wie nun bekannt wurde, kam es kürzlich auf Betreiben der Ermittlungskommission "Teleflachs" der Essener Polizei und der Staatsanwaltschaft Essen bundesweit zu Hausdurchsuchungen und Festnahmen in Callcentern, deren Sitz schwerpunktmäßig im Ruhrgebiet liegt. Mehr ...

Freitag, 16. April 2010

Gewinnspielmafia: Haspa zahlt Inge M. rund 14.000 EUR zurück

Der Fall machte betroffen: Inge M. aus Hamburg - Sat.1 Akte 20.10 berichtete - war seit über 1 1/2 Jahren einer Flut von Lastschriften diverser Gewinnspielbetrüger ausgesetzt und wußte sich nicht mehr zu helfen. Sie kann jetzt aufatmen - das Geld ist zum allergrößten Teil wieder auf ihrem Konto.... Mehr ...

Dienstag, 9. März 2010

Gewinnspielmafia: Die Kündigungsmasche

Mit einer besonders perfiden Methode versuchen skrupellose Telefonwerber seit einiger Zeit, ihre Opfer in Gewinnspielverträge zu locken. Es gehe nicht um Werbung, man spiele ja schon mit, wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Vielmehr wolle man lediglich eine Vertragskündigung aufnehmen. Mehr ...

Mittwoch, 17. Februar 2010

Gewinnspielbetrüger: Cold calls unter der Flagge der ARD

Wie die ARD soeben meldet, sind zur Zeit unerbetene und vermutlich betrügerische Werbeanrufe im Namen der ARD zu verzeichnen. Mehr ...

Montag, 8. Februar 2010

Gewinnspielmafia: So holen Sie sich Ihr Geld zurück!

Eine beispiellos dreiste Masche geht derzeit um: So genannte Gewinnspieleintragungsdienste versuchen durch verschiedenste Tricks, sich Zugang zu Konten vorwiegend älterer Bürger zu verschaffen. Doch entgegen landläufiger Meinung ist gegen die gierigen Plagegeister durchaus ein Kraut gewachsen.... Mehr ...

Sonntag, 7. Februar 2010